1-Tages oder 3-Tages-Probe

In den meisten Fällen reicht eine 1-Tages-Probe aus.
Lediglich wenn weniger als 10 Pferde eines Bestandes beprobt werden, ist zum Bandwurm-Nachweis eine 3-Tages-Probe notwendig und dies nur bei der Screeningprobe. Bei weniger als 3 Pferden ist wiederum nur eine 1-Tages-Probe notwendig, da in diesem Fall eine Sicherheitsbehandlung gegen Bandwurm zu erfolgen hat. Genaueres können sie bei unserem Beitrag über Bandwurmdiagnostik und -behandlung nachlesen.
Am Befund (Beitrag über Befunderklärung) finden Sie in der letzten Spalte immer das empfohlene Nachweisverfahren für die nächste Probe. Wenn hier “SP3T” vermerkt ist, ist eine Sammlung über 3 Tage notwendig.

Sammlung der 3-Tages-Probe

Wie bei einer 1-Tages-Probe gilt, dass die Entnahme möglichst von einem relativ frischen Pferdehaufen (6-8h) erfolgen sollte. Die Menge jeder einzelnen Probe sollte bei ca. 50g liegen.
Es wird von 3 Tagen jeweils eine Probe entnommen. Jeder Tag muss einzeln verpackt und mit Pferdename, IdNr. und Entnahmedatum oder 1,2,3 versehen werden. Bis zum Versand der Probe sollten die Kotproben gekühlt werden (Keller oder Kühlschrank, nicht frieren!).

September 30, 2020

  • Guten Morgen…
    kkingt sehr interessant !
    Wir haben sieben Pferde…davon ein Fohlen acht Monate alt….
    Haben bisher zweimal Jährlich entwurmt mit herkömmlichen Paßten…wann Bandwurm auch dabei war kann ich nicht sagen…hab mich auf den Tierarzt verlassen….
    Unsere Pferde haben im Moment eher dicke Bäuche…ob zu viel gefressen oder Würmer kann ich nicht beurteilen.
    Wie wäre Ihr Plan und vorgehen für eine Testung und was würde es in etwa kosten ?
    Herzlichen Dank im voraus und ganz liebe Grüße aus Graz!🍀🐞🐎🌞

  • Guten Tag,

    Freut mich, dass Sie unser Beitrag interessiert.
    Wenn der Parasitenstatus unbekannt ist, dann ist eine 2malige Entwurmung zu wenig. Vor allem für das Fohlen. Gerade bei Fohlen kann es zu lebensbedrohlichen Spulwurmbefall kommen. Auch ein weniger dramatischer Befall kann bereits zu gesundheitlichen Schäden führen, da Spulwurmlarven eine Körperwanderung durch Leber und Lunge absolvieren.
    Bei der Entwurmung von Fohlen kann es bei einem hohen Spulwurm-Befall zu einer Verstopfungskolik kommen. Daher ist es ratsam vor der Beprobung eine Kotprobe durchzuführen, um das Risiko abzuschätzen und gegebenenfalls prophylaktische Maßnahmen zu setzen.

    Wie die ZSE funktioniert, können sie in den Leitlinien nachlesen: https://wurmtest.at/wp-content/uploads/2020/10/Kotlabor-Schmid-Leitlinien-zur-ZSE.pdf

    In “Erste Schritte” bieten wir eine Anleitung zur Einsendung der Proben an.
    In Ihrem Fall (unter 10 Pferde) ist bei der ersten Einsendung eine 3-Tages-Probe einzusenden.

    Im ersten Jahr ist eine Screeningprobe und 3 Monitoringprobe durchzuführen. Bei Fohlen und Jungpferden ist ev. eine häufigere Beprobung (abhängig vom Infektionsdruck des Stalles) nötig. Aus diesem Grund bieten wir eine Fohlen-und Jungpferde-Flatrate an. Die Preisliste finden Sie ebenfalls auf unserer Download-Seite: https://wurmtest.at/wp-content/uploads/2020/01/Kotlabor-Schmid-Preisliste-Privatperson.pdf

    Es ist auch möglich strategische Entwurmung mit sporadischen Proben zu ergänzen, um z.B. auf Resistenzen zu überprüfen bzw. den passenden Wirkstoff zu verwenden.

    Wir beraten Sie gerne telefonisch.

  • Guten Tag,

    im ersten Jahr sind zumindest 4 Kotproben durchzuführen. Die 1. ist eine erweiterte Screeningprobe (bei 7 Pferden bitte eine 3-Tages-Probe einsenden) und die 2.-4. eine Monitoringprobe. Wenn ein behandlungswürdiger Strongyliden- oder Spulwurmbefall vorhanden ist, erhalten Sie eine Wirkstoff-Empfehlung und 14 Tage nach der Behandlung muss eine Wirksamkeitsprobe durchgeführt werden.
    Bei Pferden, welche länger als 6 Monate nicht behandelt werden, ist auch eine Larvenanzucht (Kontrolle auf Vorhandensein großer Strongyliden) durchzuführen. Dazu können bis zu 5 Pferde in einem Ansatz beprobt werden.
    Nach den 4 Proben entscheidet sich, wie weiter vorgegangen wird. Pferde, welche jedes Mal unterhalb der Behandlungsschwelle lagen, werden im darauffolgenden Jahr nur mehr 3x beprobt und im nächsten Jahr nur mehr 2x (dies ist Minimum).
    Sogenannte Hochausscheider müssen frequent behandelt werden.
    Im Downloadbereich findet man sämtliche Formulare und einige Infoblätter.
    Auf unserer Facebook-Seite informieren wir immer wieder zu Themen rund um die ZSE.

    Herzliche Grüße
    Tierärztin Karin Schmid

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