Jungpferde und Spulwürmer

Bei uns treten immer wieder Fälle von hohem Spulwurmbefall bei Fohlen und Jungpferden auf, obwohl lt. Angaben der Tierbesitzer regelmäßig entwurmt wurde.

Meist wurde mit makrozyklischen Laktonen (Ivermectin und Moxidectin) entwurmt und keinerlei Wirksamkeitsproben durchgeführt.

In den letzten Jahren wurde vermehrt über Fälle von Spulwurminfektionen berichtet die eine Resistenz gegen Ivermectin und Moxidectin entwickelt hatten (Pfister und Rattenhuber, 2007).

Aus diesem Grund ist Pyrantel das Mittel der Wahl.

Im Falle einer hochgradigen EPG von Spulwurmeiern empfehlen wir vorab mit Panacur zu entwurmen, um eine Wurmileus zu verhindern. Durch die Eigenschaft die Würmer langsam zu töten verringert sich die Gefahr einer Obstipation.

Zu beachten ist jedoch, dass bei Benzimidazolen eine hohe Resistenzlage besteht. Daher ist in diesem Fall den Wirksamkeitsproben eine hohe Wichtigkeit beizumessen.

Eine weitere Möglichkeit einen Wurmileus zu verhindern ist die prophylaktische Zufütterung von Paraffinöl (mit Mash).

Der Besitzer ist auf die Gefahr aufmerksam zu machen und sollte dazu angehalten werden, die Entwurmung nicht vor dem Wochenende durchzuführen.

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